Über uns

Marcus

Schon früh wollte ich unabhängig unterwegs sein – und zwar motorisiert. Zum 15. Geburtstag bekam ich von meinen Eltern ein Mofa der Marke DKW, ein älteres Stück Technik, das trotzdem zuverlässig lief und mir die erste Freiheit auf zwei Rädern schenkte. Das Mofa wurde schnell zu langsam und daher ein Jahr später durch eine Hercules Ultra 80 ersetzt, die mir zum ersten Mal das Gefühl gab, wirklich „unterwegs“ zu sein.
Mit der Volljährigkeit rückte das Motorrad- und Mopedfahren dann in den Hintergrund. Auto, Schule und später die Bundeswehr nahmen ihren Platz ein, und die Zeit auf zwei Rädern wurde vorerst weniger – mit Tendenz gegen null.
Nach der Bundeswehr rückte das Motorradfahren wieder stärker in den Fokus. Ich bekam die Gelegenheit, günstig eine Honda VT 500 C, zu erwerben – und das tat ich auch. Allerding passt die Fahrzeugart nicht zu meinen Erwartungen, so begann die Suche nach der für mich passenden Fahrzeugkategorie. In wechselte also zwischen verschiedenen Marken und Klassen und probierte aus, was mir wirklich liegt. Dabei waren unter anderem eine Yamaha FJ 1200, eine Kawasaki ZZR 1100, die Kawasaki KLX 650, eine KTM 620 LC4 und besonders prägend auch die Yamaha XTZ 750.
Mit 30 folgte dann eine längere Kinderpause, in der das Motorradfahren komplett in den Hintergrund trat und ich auch gar keine Maschine mehr besaß.

2010 stieg ich wieder ins Motorradfahren ein. Da ich „nicht so schnell unterwegs“ sein sollte und wollte, fiel die Wahl zunächst auf eine Suzuki C 1800 R Intruder. Schnell zeigte sich jedoch, dass das immer noch nicht meine Art von Motorrad war. Nach nur einer Saison wechselte ich zu einer Reiseenduro – dem Nachfolger meiner früheren XTZ 750, der Yamaha XT 1200 Z Super Ténéré.
Mit diesem Motorrad und dem Wechsel meines Arbeitgebers begann eine neue Phase. Ich traf auf Claudia und Bernd, beide ebenso leidenschaftliche Motorradfahrer wie ich. Zu dritt planten wir fortan die größeren, mehrtägigen Ausfahrten und unternahmen fast jedes Jahr eine gemeinsame Tour.

Claudia

Ich bin Claudia. Baujahr 1964. Klingt irgendwie besser als die Zahl, die jedes Jahr größer wird.

Motorrad fahre ich, seit ich 16 bin. Angefangen hat alles auf einer kleinen Honda CB50. Seitdem haben mich Motorräder eigentlich mein ganzes Leben begleitet. Mal mehr, mal weniger intensiv, aber ganz losgelassen haben sie mich nie.

In den vergangenen Jahrzehnten bin ich mit den unterschiedlichsten Motorrädern unterwegs gewesen.

Von der Yamaha RD250 über die legendäre Honda CB750 bis hin zu meiner heutigen KTM 1290 Super Adventure S. Dazwischen lagen unzählige Kilometer, Touren durch Deutschland und die Niederlande, Reisen in die Alpen, nach Estland und schließlich die Erfüllung eines Traums, der mich seit den frühen Achtzigern begleitet hat: das Nordkap.

Natürlich verlief nicht immer alles nach Plan. Es gab Motorradpausen, gesundheitliche Rückschläge, Pannen und Situationen, in denen andere Dinge im Leben wichtiger waren. Aber irgendwie bin ich immer wieder auf zwei Rädern gelandet.

Vielleicht liegt es daran, dass Motorradfahren für mich viel mehr ist als ein Hobby.

Es ist dieses Gefühl, morgens den Motor zu starten und nicht genau zu wissen, was der Tag bringen wird. Es sind die kleinen Straßen abseits der großen Routen, die spontanen Pausen mit Blick auf eine schöne Landschaft und die Geschichten, die man Jahre später immer noch erzählt.

Bei noventum consulting habe ich irgendwann Marcus und Bernd kennengelernt. Aus Gesprächen über Motorräder wurden gemeinsame Touren, aus Kollegen wurden Freunde. Heute sind wir gemeinsam als noventum on tour unterwegs und erkunden Europa auf die schönste Art, die ich mir vorstellen kann: vom Motorradsattel aus.

Mittlerweile gehöre ich offiziell zur Generation Ü60. Das hält mich allerdings nicht davon ab, neue Ziele zu planen, unbekannte Straßen zu entdecken und mich auf die nächste Tour zu freuen.

Denn eines habe ich in den letzten Jahrzehnten gelernt: Man wird nicht zu alt für Abenteuer – man wird höchstens etwas wählerischer bei der Sitzbank.

 

Bernd

Meine Begeisterung für motorisierte Zweiräder begann bereits in den 1960er-Jahren. Als Kind durfte ich bei meinem Vater auf dem Moped mitfahren – eine frühe Erfahrung, die meine Leidenschaft für das Motorradfahren weckte.

Mit 18 Jahren erfüllte ich mir schließlich den Traum vom ersten eigenen Motorrad: einer silberfarbenen Suzuki GS 400. Gekauft habe ich sie von einem damaligen Freund, mit dem ich zuvor bereits als Sozius auf dem Motorrad unterwegs gewesen war.

Danach wuchsen Erfahrung und Motorleistung beinahe im Jahrestakt. Auf die GS 400 folgte eine Suzuki GS 750 und anschließend eine GS 1000.

Der nächste Schritt war eine Kawasaki GPZ 1100 – mein erstes Motorrad mit Einspritzung und damals ein beeindruckender Technologiesprung.

Danach folgte eine lange Pause vom Motorradfahren. Erst mit Ende 40 stieg ich wieder ein – mit einer Triumph Speed Triple. Ein fantastisches Naked Bike und zugleich mein erstes britisches Motorrad.

In den folgenden Jahren unternahm ich gemeinsam mit „noventum on Tour“, Claudia und Marcus meine ersten größeren Touren.

Irgendwann wurde es jedoch wieder ruhig um das Motorradfahren: Die Speed Triple stand schließlich sieben Jahre lang in der Garage. Währenddessen war „noventum on Tour“ weiterhin aktiv und unternahm viele tolle Reisen – allerdings ohne mich.

Claudia ließ zum Glück nicht locker. Sie legte mir immer wieder nahe, mir doch endlich ein „vernünftiges, altersgerechtes Motorrad“ zuzulegen. Zu meinem 60. Geburtstag war es dann so weit: Ich wechselte auf ein Motorrad, auf dem ich „senkrecht sitzen“ kann – eine Triumph Tiger 1200.

Seitdem bin ich wieder mit noventum on Tour unterwegs.

So wurde aus den ersten Fahrten mit meinem Vater eine Leidenschaft, die mich bis heute begleitet – und das soll auch so bleiben, wenn ich einmal in Rente bin.